Stand vom  25.01.14
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Abraham Lindner

Nachdem in der Zeit von 1855 bis 1858 eine groß angelegte Initiative für einen Kirchenbau ihr Ziel nicht erreichte hatte, wurde ab 1880 ein neuer Anlauf unternommen. Als Ergebnis entstanden in den Jahren 1888 bis 1913 am damaligen Ortsrand von Brühl Richtung Schwetzingen drei kirchliche Gebäude, zusammen das erste evangelische „Gemeindezentrum“ (heute Kirchenstraße 1 – 5):

1888 die Kirche (zunächst als Betsaal geplant),
1904 das Gemeindehaus,
1912/13 das Pfarrhaus.

Es bestanden auch Pläne, auf dem Gelände hinter der alten Kirche einen Kirchen-neubau mit 548 Sitzplätzen zu errichten. Sie wurden aber nach Ausbruch des 1. Weltkriegs zurückgestellt und nie wieder aufgegriffen.

Die nachhaltige Entwicklung des Gemeindeaufbaus war besonders mit dem Namen Abraham Lindner verbunden. Abraham Lindner, dessen Vater Michael 1849 – 1870 Bürgermeister von Brühl war, gehörte fünfzig Jahre lang dem Kirchengemeinderat an und starb 1932 im Alter von 90 Jahren.

In das Obergeschoss des neuerbauten Gemeindehauses zog im November 1904 Vikar Albert Graf. Zu den damals 396 Evangelischen der Filialgemeinde Brühl hatte er auch die 59 Evangelischen in Ketsch zu betreuen. (Nach der Volkszählung von 1905 gab es in Brühl und Rohrhof 1886 Katholiken und 396 Evangelische.)

Die Pfarrer, Vikare und Pfarrvikare/innen der Evangelischen Kirchengemeinde Brühl

1904 – 1907 Albert Graf (Vikar)
1907 – 1909 Lic. Walter Göbel (Vikar)
1909 – 1926 Adolf Gerhard (Vikar, ab 1913 Pfarrer)
1926 – 1945 Friedrich Fath (Pfarrer)
1946            Adolf Henrici (Vikar, Verwaltung)
1946 – 1951 Karl Backfisch (Pfarrer)
1951 – 1971 Paul Askani (Pfarrer)
1972 – 1977 Walter Steinbach (Pfarrer)
1978 – 1989 Jürgen von Rhöneck (Pf. ab 1987 Pfarrer in Brühl)
1979 – 1981 Dr. Renate Wind (Pfarrvikarin)
1981 – 1983 Reinhard Kunkel (Pfarrvikar)
1983 – 1984 Rita Makarinus (Pfarrvikarin)
1984 – 1985 Almut Herrmann (Pfarrvikarin)
1985 – 1999 Gerd Stühlinger (Pfarrvikar, ab '87 Pf. in Rohrhof)
1990 – 2005 Oskar Ackermann (Pfarrer in Brühl)
2008 – 2009 Steffen Groß (Pfarrvikar)
2005 – 2009  Karl-Heinz Bothe (Pf., Seelsorgebezirk Brühl)
2009 – 2010 Kurt Vesely (Pfarrvikar)
2000 – 2013  Andreas Maier (Pf., Seelsorgebezirk Rohrhof)
2010 –         Almut Hundhausen-Hübsch (Pf., Seelsorgebezirk Brühl)

Die Lehrvikare/innen der Evangelischen Kirchengemeinde Brühl (Kopie 1)

2004 - 2006  Sandra Kamutzki
2000 - 2008  Kathrin Bormann
2008 - 2010  Sandra Alisch
2010 - 2012   Philip van Oorschoot

Am 1. April 1905 wurde im Erdgeschoss des Gemeindehauses die „Kleinkinderschule“ eröffnet, der heutige „Regine-Jolberg-Kindergarten“. Im Herbst 1913 begann nach einem Umbau des Gemeindehauses die Krankenpflegestation ihre Tätigkeit. Die Kinderschulschwester war Diakonisse aus dem Mutterhaus Karlsruhe und die Krankenschwester wurde vom Diakonissenhaus Mannheim gestellt.
Im Januar 1908 wurde der Kirchenchor in den „Evang. Kirchengesangsverein für Baden“ aufgenommen.
Für die Zeit des Nationalsozialismus ist im Pfarramtsarchiv wenig nachzulesen. Hinweise für ein Engagement im Sinne der Bekennenden Kirche ließen sich nicht finden. Der Kindergarten wurde von Mai 1942 bis Mai 1945 als NSV-Kindergarten geführt, für Haus und Wohnung zahlte die politische Gemeinde 35 Mark Monatsmiete.
Nach dem 2. Weltkrieg wurden im Pfarrhaus und Gemeindehaus Flüchtlinge aufgenommen. Gemeindeleben und Gemeindearbeit begannen, sich neu zu orientieren. 1949 war die evangelische Gemeinde auf 1315 Seelen angewachsen.

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